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Karl Salomon
Kreuzende Kurse



Bremerhaven 1933: "Gespensterschiff", Foto: DSM


Kreuzende Kurse: Bremerhaven, Bremen, Lübeck und Valparaíso
– deutsche und chilenische Schiffe als Instrumente der Unterdrückung  

KULTURMASCHINEN Verlag, Ochsenfurt, Herbst 2014, 329 Seiten, 19,90 €, ISBN: 978-3-943977 45-5    


Das zum 40. Jahrestag der Errichtung der chilenischen Militärdiktatur erschienene Buch „Kreuzende Kurse“ folgt der Fahrt der aus Valparaíso kommenden Viermastbark "Esmeralda" durch verschiedene nord- und ostdeutsche Seehäfen. Im Sommer 1973 besuchte sie Warnemünde. Hier wurde sie als Symbol der Verbundenheit der DDR mit der Volksfrontregierung Salvator Allendes begrüßt. Im Herbst diente sie im Hafen von Valparaíso der Militärjunta als Folterschiff. 2003 lag sie in Bremerhaven an der Kaje, an der 1933 ein ehemaliges Minensuchboot von der SA als Verhör- und Folterboot eingesetzt wurde. Dieses war damals unter dem Namen "Gespensterschiff" bekannt. Die Kurse kreuzen sich. Im Kielwasser der "Esmeralda" verbinden sich Wege und Schicksale von unzähligen Opfern und Tätern. Ihre Namen, wie der des Kommunisten Karl Salomon und des SS-Standartenführers Walther Rauff, werden genannt. -  Es zeigen sich politische und historische Verbindungslinien, die zu Diktatur und Faschismus führten. Der "Esmeralda" und ihren Kursen wird gefolgt, denn sie lassen auch einen Horizont der Solidarität und der Hoffnung erkennen.







Bremerhaven 2003: "Esmeralda", Fotos: Katrin Jung, DSM, eigenes Foto


Zum letzten Besuch der "Esmeralda" in Bremerhaven bei der SAIL 2015:

Amnesia histórica – Gedächtnisverlust auf hoher See. Das chilenische Segelschulschiff  Esmeralda in Bremerhaven. In: ila – Informationsstelle Lateinamerika, Heft 391, Dezember 2015, Seiten 45 – 48.

Die "ila" ist über den Buchhandel oder direkt (www.ila-web.de) zu beziehen.
Das Heft kostet 5 €.